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<title>Anwar as-Sadat</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Anwar as-Sadat</span></h1>
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<p><b>Anwar as-Sadat</b>, auch <b>Anwar el Sadat</b>, <a href="%C3%84gyptisch-Arabisch" title="Ägyptisch-Arabisch">ägyptisch-arabisch</a> <b>Mohamed Anwar el-Sadat</b> (<a href="Arabische_Sprache" title="Arabische Sprache">arabisch</a> <bdo dir="ltr"><bdi dir="rtl" lang="ar" class="arabic spanAr" style="unicode-bidi:isolate;font-size:120%;">محمد أنور السادات</bdi></bdo>, <a href="DIN_31635" title="DIN 31635">DMG</a> <i><span lang="ar-Latn" style="font-style:italic">Muḥammad Anwar as-Sādāt</span></i>; * <a href="25._Dezember" title="25. Dezember">25. Dezember</a> <a href="1918" title="1918">1918</a> in Mit Abu el-Kum, <a href="Gouvernement_al-Minufiyya" title="Gouvernement al-Minufiyya">Gouvernement al-Minufiyya</a>; † <a href="6._Oktober" title="6. Oktober">6. Oktober</a> <a href="1981" title="1981">1981</a> in <a href="Kairo" title="Kairo">Kairo</a>), war ein <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">ägyptischer</a> <a href="Staatsmann" title="Staatsmann">Staatsmann</a>. Von 1970 bis 1981 bekleidete er das Amt des <a href="Pr%C3%A4sident_von_%C3%84gypten" title="Präsident von Ägypten">Staatspräsidenten</a>.
</p><p>Mit <a href="Gamal_Abdel_Nasser" title="Gamal Abdel Nasser">Gamal Abdel Nasser</a> und anderen war er Mitbegründer des Geheimbunds der <i>Freien Offiziere</i>, seit dem Staatsstreich 1952 bekleidete er hohe Ämter. Als Nasser 1970 starb, wurde er sein Nachfolger als Staatspräsident. Sadat führte Ägypten zwar in den <a href="Jom-Kippur-Krieg" title="Jom-Kippur-Krieg">Jom-Kippur-Krieg</a> 1973, löste in der Folge jedoch das Land aus der engen Bindung an die <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> und schloss 1979 einen <a href="Israelisch-%C3%A4gyptischer_Friedensvertrag" class="mw-redirect" title="Israelisch-ägyptischer Friedensvertrag">Friedensvertrag</a> mit <a href="Israel" title="Israel">Israel</a>. Für seine Bemühungen im <a href="Friedensprozess_im_Nahen_Osten" title="Friedensprozess im Nahen Osten">Friedensprozess mit Israel</a> erhielt er zusammen mit <a href="Menachem_Begin" title="Menachem Begin">Menachem Begin</a> 1978 den <a href="Friedensnobelpreis" title="Friedensnobelpreis">Friedensnobelpreis</a>. Er fiel 1981 einem Attentat von Gegnern seiner Politik zum Opfer.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kindheit_und_Jugend">Kindheit und Jugend</h3></div>
<p>Anwar Sadat wurde unter dem Familiennamen <i>Sadati</i> geboren. Er war sehr mit seiner Heimat und seinem Heimatdorf, Mīt Abu 'l-Kūm (ميت أبو الكوم) im <a href="Nildelta" title="Nildelta">Nildelta</a>, verbunden, was auch daran zu erkennen ist, dass er die gesamten Erlöse seiner <a href="Biografie" title="Biografie">Biographie</a> sowie das Preisgeld seines Nobelpreises dem Dorf schenkte, aus dem er stammte. Sadat war stets stolz auf seine ländliche Herkunft und betonte, dass er ursprünglich ein <a href="Fellache" title="Fellache">Fellache</a>, also ein Bauer sei.
</p><p>Sadat wuchs mit seinen 13 Geschwistern in <i>Mit Abu 'l Kum</i> bei seiner Großmutter auf, während sein Vater, <i>Muhammad Muhammad al-Sadati</i>, mit seiner zweiten Frau <i>Chairallah</i> im <a href="Sudan" title="Sudan">Sudan</a> lebte, wo er bei einem britischen Sanitätstrupp als Dolmetscher arbeitete. Sadat erlebte in seiner Kindheit Krankheit, Armut und Analphabetismus. Diese frühen Eindrücke spiegelten sich in seiner späteren Sozialpolitik wider, in der er sich für Armenfürsorge, ein gutes Gesundheitssystem und Bildung für alle einsetzte. 1924 bezog er mit seinem Vater eine Wohnung im Kairoer Vorort <i>Kubri el-Kubba</i>.
</p><p>Die folgenden Jahre als Heranwachsender in Kairo waren für Sadat geprägt von der Suche nach sich selbst. Nachdem sich Sadat kurze Zeit für die Schauspielerei interessiert hatte und sich auch für Rollen bewarb, entschied er sich schließlich doch für den Eintritt in die Armee, die zu dieser Zeit ein hohes Ansehen genoss. Mit einigen Schwierigkeiten schaffte er es, in die <a href="Milit%C3%A4rakademie" title="Militärakademie">Militärakademie</a> aufgenommen zu werden, die er nach einem neunmonatigen Kurzlehrgang im Februar 1938 als <a href="Leutnant" title="Leutnant">Leutnant</a> der <a href="Infanterie" title="Infanterie">Infanterie</a> verließ.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Widerstand">Widerstand</h3></div>
<p>Nach seiner Entlassung von der Militärakademie heiratete er 1940 Iqbāl Māḍī (إقبال ماضي), die Tochter des Ortsvorstehers seines Heimatdorfes Mīt Abu 'l-Kūm, mit der er zwei Kinder, Rudayyah Sadat und Camila Sadat hatte. Er wurde dann in den Kairoer Vorort <a href="Maadi" title="Maadi">Maadi</a> zu einer Fernmeldeeinheit versetzt, wo sein politisches Interesse zu keimen begann. Dies bedeutete vor allem, dass die Frustration über den Status Ägyptens als Quasi-Vasallenstaat Großbritanniens in ihm wuchs. Er fand es empörend, dass Ägypten von einer <a href="Monarchie" title="Monarchie">Monarchie</a> abhängig war, die nicht ägyptisch war, und dass die ägyptischen Politiker die <a href="Britische_Herrschaft_in_%C3%84gypten" title="Britische Herrschaft in Ägypten">britische Herrschaft in Ägypten</a> tolerierten und sogar legitimierten.
</p><p>Sadat war zu der Überzeugung gekommen, dass Ägypten nur durch <a href="Gewalt" title="Gewalt">Gewalt</a> sowohl von den Engländern als auch von der herrschenden korrupten Regierung jener Zeit befreit werden könne. Dazu wollte er eine Organisation innerhalb der Streitkräfte bilden, um die Revolution auszuführen. Während seiner Stationierung im oberägyptischen <i>Manqabad</i> (Sudan) fand er einige Gleichgesinnte. Zu dieser Zeit begegnete er auch erstmals <a href="Gamal_Abdel_Nasser" title="Gamal Abdel Nasser">Gamal Abdel Nasser</a>. 1939 gründeten sie dann die erste geheime Organisation von Militärs, die sich <a href="Bewegung_der_Freien_Offiziere_(%C3%84gypten)" title="Bewegung der Freien Offiziere (Ägypten)"><i>The Free Officers</i> <i>(Freie Offiziere)</i></a> nannte und von Nasser geleitet wurde.
</p><p>Im Februar 1941 griff auch der Zweite Weltkrieg auf Nordafrika über und machte Ägypten zum Kriegsschauplatz. Die Sympathien der Ägypter lagen dabei auf Seiten der Deutschen, die die verhassten Briten bekämpften und mit denen man keine schlechten Erfahrungen gemacht hatte. Die Erfolge, die General <a href="Erwin_Rommel" title="Erwin Rommel">Rommel</a> anfangs in Nordafrika verbuchen konnte, wurden bewundert.
</p><p>Auch Sadat, der im Sommer 1941 nach <a href="Marsa_Matruh" title="Marsa Matruh">Marsa Matruh</a> versetzt wurde, war von diesem Mann fasziniert. Doch bei ihm blieb es nicht bei der bloßen Bewunderung für den Feind seines Feindes, sondern er schmiedete heimlich Pläne, wie man sich die Deutschen nützlich machen könnte. Er geriet in Kontakt mit einem <a href="Geheimbund" title="Geheimbund">Geheimbund</a> innerhalb der <a href="%C3%84gyptische_Luftstreitkr%C3%A4fte" title="Ägyptische Luftstreitkräfte">ägyptischen Luftwaffe</a>, dessen Ziel es war, Kontakt mit den Deutschen aufzunehmen und mit deren Hilfe die Briten zu vertreiben. Sadat wurde Mitglied dieser Truppe, und es kam tatsächlich zu einem Verschwörungsversuch mit <a href="Johannes_Eppler" title="Johannes Eppler">zwei deutschen Spionen</a>. Sadat sollte diesen dabei behilflich sein, einen Sender bei den Briten einzuschleusen. Das Komplott flog auf, und Sadat wurde von der britischen Sicherheitspolizei verhaftet. Er wurde zunächst ins Ausländergefängnis in Kairo gebracht und dann Ende 1942 in ein Gefängnis im 260 Kilometer südlich gelegenen <i>Minieh</i> verlegt.
</p><p>Im Oktober 1944 gelang es Sadat, aus einem Militärhospital zu fliehen, nachdem er zwei Jahre in verschiedenen Gefängnissen verbracht hatte. Fortan musste er als <a href="Fl%C3%BCchtling" title="Flüchtling">Flüchtling</a> im Untergrund leben. Die Jahre der Inhaftierung waren nicht spurlos an Sadat vorübergegangen. Im Gefängnis hatte er viel Zeit, sich auf sich selbst zu besinnen. Obwohl er nun von seiner Gruppe isoliert war, hörte er nicht auf, sich als Teil dieser Gemeinschaft zu fühlen und weiter für das Ziel der <a href="Revolution" title="Revolution">Revolution</a> zu arbeiten.
</p><p>Nach seiner Flucht – der <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Krieg</a> war beendet – wurde Sadat zum politischen Kämpfer, als Ziel immer noch die Beseitigung der Briten vor Augen. Er verstrickte sich in verschiedene Mordkomplotte gegen die ägyptische Führungsriege, die mit der britischen <a href="Besatzungsmacht" title="Besatzungsmacht">Besatzungsmacht</a> zusammenarbeitete. Das erste Ziel der Verschwörer war <a href="Mustafa_an-Nahhas_Pascha" title="Mustafa an-Nahhas Pascha">Mustafa an-Nahhas Pascha</a>, der Führer der <a href="Wafd-Partei" title="Wafd-Partei">Wafd</a>-Regierung, die mit Hilfe eines britischen Ultimatums 1942 installiert worden war. Als ein <a href="Attentat" title="Attentat">Attentat</a> auf ihn scheiterte, wurde Amin Osman, ebenfalls ein Mitglied der Regierung Nahhas, zur nächsten Zielscheibe. Diesmal gelang der Anschlag: Osman wurde am 6. Januar 1946 erschossen. Sadat und seine Komplizen wurden festgenommen.
</p><p>Zwei Jahre wartete Sadat auf seinen <a href="Prozess_(Recht)" title="Prozess (Recht)">Prozess</a>, der ab Januar 1948 stattfand und 84 Sitzungen beanspruchte. Kritiker bezeichnen ihn als <i>Farce</i>. Der Vorsitzende <a href="Richter" title="Richter">Richter</a> des Kollegiums, das schließlich elf der Angeklagten einschließlich Sadats freisprach, erhielt später aus seinen Händen die höchste ägyptische Auszeichnung, die <i>Nil-Kette</i>.
</p><p>1949 heiratete er <a href="Dschihan_as-Sadat" title="Dschihan as-Sadat">Jehan Sadat</a>, geborene Safwat Raouf. Das Paar bekam drei Töchter und zwei Söhne.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufstieg">Aufstieg</h3></div>
<p>
Nach der <a href="Milit%C3%A4rputsch_in_%C3%84gypten_1952" title="Militärputsch in Ägypten 1952">Revolution</a> von <a href="1952" title="1952">1952</a> ging König <a href="Faruq" title="Faruq">Faruq</a> I. am 26. Juli ins Exil. Am 18. Juni 1953 wurde die <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Republik Ägypten</a> ausgerufen und fortan hatte der <i>Revolutionäre Kommandorat</i>, wie sich der Führungsrat der Freioffiziere nun nannte, das Sagen. Nach einigen internen Debatten wurde Ägypten im März 1953 zur Republik erklärt. <a href="Muhammad_Nagib" title="Muhammad Nagib">Muhammad Nagib</a> wurde zum ersten Präsidenten ernannt und viele Mitglieder des revolutionären Kommandorats wurden zu Ministern; Nasser bekleidete den Posten des Innenministers. Sadat übte von 1954 bis 1956 das Amt des Informationsministers<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus und war <a href="Herausgeber" title="Herausgeber">Herausgeber</a> der Zeitschriften <i>Al Jumhuriya</i> und <i>Al Tahrir</i>.<sup id="cite_ref-Nobel_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Nobel-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ab 1957 war Sadat Vizevorsitzender und ab 1960 Vorsitzender der <a href="Nationalversammlung" title="Nationalversammlung">Nationalversammlung</a>, was er bis zum Jahr 1968 blieb.<sup id="cite_ref-Nobel_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-Nobel-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwischenzeitlich existierte vorübergehend die <a href="Vereinigte_Arabische_Republik" title="Vereinigte Arabische Republik">Vereinigte Arabische Republik</a>. In den Jahren 1964 bis 1966 und 1969 bis 1970 war Sadat Vizepräsident von Ägypten.<sup id="cite_ref-Nobel_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-Nobel-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></p>
<p> Der <a href="Sechstagekrieg" title="Sechstagekrieg">Sechstagekrieg</a> von 1967 brachte den arabischen Staaten und damit auch Ägypten eine empfindliche Niederlage. Nach dem <a href="Suizid" title="Suizid">Suizid</a> des Verteidigungsministers <a href="Abd_al-Hakim_Amr" class="mw-redirect" title="Abd al-Hakim Amr">Abd al-Hakim Amr</a> blieben von dem Revolutionären Kommandorat neben Nasser nur noch Hussein Shafei, Zakarah Muhi ad-Din und Anwar as-Sadat übrig. Nasser arbeitete am Wiederaufbau der <a href="Streitkr%C3%A4fte_%C3%84gyptens" title="Streitkräfte Ägyptens">Armee</a> und des Landes. Mit Nassers Tod am 28. September 1970 übernahm Sadat als Vizepräsident das Präsidentenamt – wie von der Verfassung vorgesehen – kommissarisch. Hernach gab es eine Übergangszeit von 60 Tagen. Am 15. Oktober 1970 wurde Sadat durch ein <a href="Referendum" title="Referendum">Referendum</a> als neuer Präsident Ägyptens bestätigt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_lange_Weg_zum_Frieden">Der lange Weg zum Frieden</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Die_gescheiterte_Friedensinitiative_von_1971">Die gescheiterte Friedensinitiative von 1971</h4></div>
<p>Anwar Sadat stand zu Beginn seiner Amtszeit vor großen Herausforderungen. Der Sechs-Tage-Krieg von 1967 hatte in Ägypten und in der gesamten arabischen Welt ein Trauma hinterlassen.
</p><p>Sadat setzte sich 1971 in einem innenpolitischen Machtkampf durch. Große Differenzen gab es vor allem mit der pro-sowjetischen Gruppe um <i><a href="Ali_Sabri" title="Ali Sabri">Ali Sabri</a></i>, die alles daransetzte, Sadats Macht zu beschneiden. Doch dieser zeigte schnell, dass er mit der Macht umzugehen wusste: Er besetzte alle wichtigen Positionen in Regierung, Kabinett und Massenmedien mit loyalen Unterstützern.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sadats erster und unerwarteter außenpolitischer Schritt war das Verkünden einer <i>Friedensinitiative</i> am 4. Februar 1971, also nur vier Monate nach seiner Machtübernahme. Er hatte das Jahr 1971 als <i>Jahr der Entscheidung</i> proklamiert, das er nicht verstreichen lassen wollte, ohne einen Fortschritt im Streit mit Israel errungen zu haben. Der Inhalt seines Friedensplans war folgender: Israel sollte sich aus dem Sinai bis zu den Pässen zurückziehen; im Gegenzug würde Ägypten den <a href="Sueskanal" class="mw-redirect" title="Sueskanal">Sueskanal</a> wiedereröffnen. Im Anschluss sollte ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet werden, Ägypten würde die diplomatischen Beziehungen zu den USA wiederherstellen, und schließlich sollte mit Hilfe des <a href="Vereinte_Nationen" title="Vereinte Nationen">UN</a>-Sondergesandten für den Nahen Osten, <a href="Gunnar_Jarring" title="Gunnar Jarring">Gunnar Jarring</a>, ein Friedensvertrag mit Israel geschlossen werden.
</p><p>Die 1971 von Sadat verkündete Friedensinitiative hatte bei weitem nicht die Wirkung wie sein Vorstoß sechs Jahre später. Es schien, dass die Zeit für eine solche Initiative noch nicht reif war, und es bestanden ernsthafte Zweifel an der Glaubwürdigkeit Sadats, der nur durch fehlende militärische Mittel an einer Fortsetzung des <a href="Abnutzungskrieg" title="Abnutzungskrieg">Abnutzungskriegs</a> mit Israel gehindert worden war. Die erste offizielle Reaktion aus Israel kam von Premierministerin <a href="Golda_Meir" title="Golda Meir">Golda Meir</a> in einem <a href="National_Broadcasting_Company" title="National Broadcasting Company">NBC</a> Interview vom 6. Februar 1971. Eine detailliertere und vorsichtigere Reaktion der Premierministerin gab es am 9. Februar nach einer langen Debatte in der Knesset. Ihr seien die Äußerungen Sadats „viel zu vage“, sagte sie, und sie sehe in ihnen die „Wiederholung üblicher Phrasen“.
</p><p>Die erste größere außenpolitische Tat Sadats war die Unterzeichnung eines Freundschafts- und Bündnisvertrags mit der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> am 27. Mai 1971. Dies verwirrte nicht zuletzt die Amerikaner, denn es war ihnen unverständlich, warum Sadat zuerst die ägyptischen pro-sowjetischen Regierungsmitglieder beseitigt hatte und anschließend einen solchen Vertrag unterzeichnete. Sadat gelang es trotz stärkster Überwachung durch die Geheimdienste der UdSSR, der USA und Saudi-Arabiens, seine außenpolitischen Motive zu verbergen. Insgeheim hatte er sich aber wohl schon längst dazu entschieden, was er am 8. Juli 1972 in die Tat umsetzte: die Ausweisung aller sowjetischen Experten. Anlass für diesen drastischen Schritt war das erneute Ausbleiben sowjetischer Waffenlieferungen. Sadat verfügte, dass alle Experten (ca. 15.000) Ägypten binnen einer Woche verlassen sollten und sämtliche Ausrüstung, darunter vier <a href="Mikojan-Gurewitsch_MiG-25" title="Mikojan-Gurewitsch MiG-25">MiG-25</a>-Flugzeuge, in die UdSSR zurückgebracht werden sollten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Der_Jom-Kippur-Krieg_1973_und_die_Folgen">Der Jom-Kippur-Krieg 1973 und die Folgen</h4></div>
<p>Sadat hatte schon länger an dem 1972 vollzogenen Kurswechsel in der ägyptischen Außenpolitik gearbeitet. Vor allem durch die Saudis waren ihm Andeutungen zugespielt worden, die USA könnten ihm bei der Rückgewinnung der besetzten Gebiete behilflich sein. Sadat begann, einen „begrenzten“ Krieg zu planen mit einer doppelten Zielsetzung: die Ehre der ägyptischen Armee, die sie in der Schmach von 1967 eingebüßt hatte, durch eine Revanche an Israel zurückzugewinnen und die Supermächte – insbesondere die USA – zu alarmieren, um sie zum Eingreifen in den Friedensprozess zu bewegen.
</p><p>Die Folge dieser Politik war der <a href="Jom-Kippur-Krieg" title="Jom-Kippur-Krieg">Jom-Kippur-Krieg</a>. Er wurde sorgfältig in Abstimmung mit <a href="Syrien" title="Syrien">Syrien</a> vorbereitet und begann am 6. Oktober 1973 mit einem Überraschungsangriff. Schon kurz vor und während des Krieges begann sich eine entscheidende Entwicklung abzuzeichnen: <a href="Henry_Kissinger" title="Henry Kissinger">Henry Kissinger</a> engagierte sich in der Sache, der Außenminister erst unter US-Präsident <a href="Richard_Nixon" title="Richard Nixon">Nixon</a> und dann unter dessen Nachfolger <a href="Gerald_Ford" title="Gerald Ford">Ford</a>. Kissinger kontaktierte Sadat bereits vier Tage nach Kriegsbeginn, um ihm mitzuteilen, dass durch einen Waffenstillstand eine gute Chance auf eine befriedigende Lösung für beide Kriegsparteien bestünde. Diese Initiative und eine zwei Tage später durch den britischen Premierminister <a href="Edward_Heath" title="Edward Heath">Edward Heath</a> angeregte Initiative mit demselben Ziel lehnte Sadat, der unter dem Eindruck der ägyptischen Anfangserfolge stand, ab. Dies und die Eröffnung der zweiten ägyptischen Angriffswelle am 14. Oktober veranlassten Washington zur Freigabe der Waffenluftbrücke nach Israel. Letztlich aber führten der Druck der Supermächte USA und <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">UdSSR</a> sowie der <a href="Jom-Kippur-Krieg#Kriegsausbruch_und_-verlauf" title="Jom-Kippur-Krieg">Einschluss seiner 3. Armee</a> am Sinai dazu, dass der ägyptische Staatspräsident in einen <a href="Waffenstillstand" title="Waffenstillstand">Waffenstillstand</a> auf der Grundlage der <a href="Resolution_242_des_UN-Sicherheitsrates" title="Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates">UN-Resolutionen 242</a> und <a href="Resolution_338_des_UN-Sicherheitsrates" title="Resolution 338 des UN-Sicherheitsrates">338</a> einwilligen musste. Dasselbe tat Israel, worauf am 24. Oktober das Feuer eingestellt wurde.
</p><p>Im November 1973 stimmte Sadat einem Sechs-Punkte-Plan von Golda Meir zu. Sie vereinbarten Gespräche Ägyptens und Israels, um zu den Frontlinien vom 22. Oktober zurückzukehren. Diese Verhandlungen wurden unter Aufsicht der <a href="Vereinte_Nationen" title="Vereinte Nationen">Vereinten Nationen</a> geführt, zogen sich aber lange hin. Im Januar 1974 wurde das erste Abkommen zur Truppenentflechtung zwischen <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a> und Israel unterzeichnet.
</p><p>Das Verhältnis zu den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> begann sich trotz der Vorbehalte auf beiden Seiten zu intensivieren. Washington verfolgte als Reaktion auf den Jom-Kippur-Krieg und auf das arabische <a href="Embargo" title="Embargo">Ölembargo</a> eine Umarmungstaktik gegenüber den arabischen Frontstaaten, vor allem Ägypten, die eine Revision der bisherigen Prämissen bedeutete. Diese neue Außenpolitik fand symbolisch ihren Ausdruck in Nixons <a href="Kairo" title="Kairo">Kairo</a>-Besuch im Juni 1974. Mit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen und dem demonstrativen Abschluss eines Wirtschaftsabkommens war die amerikanische Bereitschaft, Ägypten und Syrien nunmehr scheinbar gleichrangig neben Israel zu behandeln, kundgetan. Die <a href="Richard_Nixon" title="Richard Nixon">Nixon-</a> bzw. <a href="Gerald_Ford" title="Gerald Ford">Ford</a>-Regierung machte allmählich ihre Ankündigung wahr und räumte der Nahost- und Ölpolitik nach dem Abschluss des Vietnam-Abkommens 1973 Priorität ein.
</p><p>Im Gegensatz zu diesen Interessen der USA, die auch eine starke wirtschaftliche Motivation beinhalteten, standen die Forderungen der arabischen Staaten: Rückzug der israelischen Truppen aus den 1967 besetzten Gebieten, Wiederherstellung der nationalen Rechte der Palästinenser und ein Ende der Siedlungspolitik. Der wichtigste Faktor in der Strategie Sadats war die Zurückgewinnung des besetzten Landes.
</p>
<p>Der Nixon-Besuch 1974 weckte in Sadat neue Hoffnungen. Sadat machte deutlich, dass sich Ägypten seine verlorenen Territorien zurückholen werde, ob mit Gewalt oder ohne. <a href="Henry_Kissinger" title="Henry Kissinger">Kissinger</a> überzeugte Sadat schließlich davon, dass ein schrittweises Vorgehen einem umfassenden Friedensvertrag vorzuziehen sei. Am 1. September wurde ein zweites Truppenentflechtungsabkommen unterzeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Von_der_Sadat-Initiative_bis_Camp_David">Von der Sadat-Initiative bis Camp David</h4></div>
<p>Die Einsetzung der neuen US-Regierung unter <a href="Jimmy_Carter" title="Jimmy Carter">Carter</a> (1977) markierte den Beginn eines Versuchs, die Konfliktparteien und Streitpunkte umfassender anzusprechen. Während des Wahlkampfes 1976 hatte Carter eine ehrgeizigere Strategie gefordert, die zur Herstellung diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und den arabischen Staaten führen sollte. Die neue <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">US</a>-Strategie schien jedoch noch nicht aufzugehen. Sie rückte zwar von einer für die arabischen Staaten wenig hoffnungsvollen eindimensionalen <a href="Naher_Osten" title="Naher Osten">Nahostpolitik</a> ab, doch wurde die einseitige Parteinahme für Israel in allen strittigen Fragen beibehalten. Dies äußerte sich in einer Fortführung der US-<a href="UNO-Vetomacht" title="UNO-Vetomacht">Vetopolitik</a> im <a href="Sicherheitsrat_der_Vereinten_Nationen" title="Sicherheitsrat der Vereinten Nationen">UN-Sicherheitsrat</a>, wo man 1976 und 1977 gegen eine überwältigende Mehrheit Resolutionen blockierte, die einen vollständigen Rückzug Israels ultimativ forderten sowie den Palästinensern Rechte auf Selbstbestimmung zugestanden.
</p><p>Sadat entschloss sich, selbst vor die <a href="Knesset" title="Knesset">Knesset</a> zu treten, um den Repräsentanten des israelischen Volkes klarzumachen, dass es an ihnen liege, zu entscheiden, ob sie wirklich den <a href="Frieden" title="Frieden">Frieden</a> wollten. Hierüber beriet er sich im Vorfeld seiner Entscheidung in mehreren ausführlichen Telefongesprächen mit den deutschen Bundeskanzler und Freund <a href="Helmut_Schmidt" title="Helmut Schmidt">Helmut Schmidt</a>.<sup id="cite_ref-Quelle_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Quelle-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So kam es zu jener Rede anlässlich der ägyptischen Parlamentseröffnung am 9. November 1977, in der Sadat sagte: „Ich bin bereit, bis ans Ende der Welt zu gehen, wenn das verhindert, das auch nur ein einziger Soldat, ein einziger Offizier, unter meinen Söhnen getötet oder auch nur verletzt wird. Ich wiederhole es, ich bin bereit ans Ende der Welt zu gehen. Die Israelis werden nicht glauben was ich euch jetzt sage, ich bin bereit zu ihnen zu gehen, selbst bis in die Knesset“.<sup id="cite_ref-:0_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Kaum jemand nahm das ernst, aber als der israelische <a href="Ministerpr%C3%A4sident" title="Ministerpräsident">Ministerpräsident</a> <a href="Menachem_Begin" title="Menachem Begin">Menachem Begin</a> Sadat einlud, sagte dieser zu.<sup id="cite_ref-BBC_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-BBC-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Reaktionen seitens der arabischen Staaten waren verheerend. <a href="Syrien" title="Syrien">Syrien</a>, <a href="Irak" title="Irak">Irak</a>, <a href="Libyen" title="Libyen">Libyen</a> und <a href="Algerien" title="Algerien">Algerien</a> brachen die diplomatischen Beziehungen mit <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a> ab, die <a href="Pal%C3%A4stinensische_Befreiungsorganisation" title="Palästinensische Befreiungsorganisation">PLO</a> verurteilte die Initiative energisch. Sadat hatte gehofft, dass die arabischen Staaten an den Verhandlungen teilnehmen würden, und glaubte auch weiterhin, dass ein ägyptisch-israelischer Friede eine Art Domino-Effekt auf die Region haben könnte. Sadats Hauptinteresse galt der Rückgewinnung des <a href="Sinai-Halbinsel" title="Sinai-Halbinsel">Sinai</a>.
</p><p>Am 18. November um 20 Uhr begann der spektakuläre Israel-Besuch Sadats mit seiner Landung auf dem <a href="Flughafen_Ben_Gurion" title="Flughafen Ben Gurion">Flughafen Ben Gurion</a> bei <a href="Tel_Aviv-Jaffa" title="Tel Aviv-Jaffa">Tel Aviv</a> in Begleitung von <a href="Boutros_Boutros-Ghali" title="Boutros Boutros-Ghali">Boutros Boutros-Ghali</a>. Begin und Staatspräsident <a href="Ephraim_Katzir" title="Ephraim Katzir">Ephraim Katzir</a> begrüßten Sadat mit militärischen Ehren.<sup id="cite_ref-BBC_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-BBC-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er besuchte <a href="Yad_Vashem" title="Yad Vashem">Yad Vashem</a>,<sup id="cite_ref-:0_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> verweigerte aber das Tragen der angebotenen <a href="Kippa" title="Kippa">Kippa</a>. Am Sonntag, 20. November war <a href="Islamisches_Opferfest" title="Islamisches Opferfest">Aid al-Adha</a>, Sadat betete in der <a href="Al-Aqsa-Moschee" title="Al-Aqsa-Moschee">al-Aqsa-Moschee</a> und hörte eine leidenschaftlich propalästinensische Predigt und wütende Zurufe aus der Menge. Zudem traf er Amba Basiliys, den Erzbischof der <a href="Kopten" title="Kopten">Kopten</a>.<sup id="cite_ref-:0_6-2" class="reference"><a href="#cite_note-:0-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am Sonntagnachmittag sprach er in der Knesset.
</p><p>In der Knesset berief sich Sadat auf das geteilte religiöse Erbe von Muslimen und Juden und forderte einen Weg der Toleranz in der Tradition von König <a href="Saladin" title="Saladin">Saladin</a> zu beschreiten. Er sei nicht nach Israel gekommen, um ein <i>Separat-Abkommen</i> mit Israel zu schließen, denn ein solches könne nicht zu einem dauerhaften Frieden in der Region führen. Dazu sei eine Lösung des Palästinenserproblems nötig, und er wolle dieses Problem nicht verschieben, sondern jetzt eine umfassende Lösung herbeiführen. Als Grundlage für einen Frieden nannte er den vollständigen israelischen Abzug aus den besetzten Gebieten einschließlich <a href="Ostjerusalem" title="Ostjerusalem">Ost-Jerusalems</a>, die Anerkennung eines Palästinenserstaates inklusive dessen international anerkannter und sicherer Grenzen, die Begründung bilateraler Beziehungen auf Prinzipien der <a href="Charta_der_Vereinten_Nationen" title="Charta der Vereinten Nationen">Charta der Vereinten Nationen</a>; in der Summe also Gewaltverzicht im Interesse der Lösung von Meinungsverschiedenheiten und die Beendigung des Kriegszustandes im Nahen Osten. Er sagte am nächsten Tag, „der arabische Boden ist heilig.“<sup id="cite_ref-:0_6-3" class="reference"><a href="#cite_note-:0-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Diplomaten beider Seiten zeigten sich enttäuscht. Sadat wurde bei seiner Rückkehr nach Kairo als Sieger der Begegnung gefeiert.<sup id="cite_ref-:0_6-4" class="reference"><a href="#cite_note-:0-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es dauerte fast ein ganzes Jahr, bis sich Sadat und <a href="Menachem_Begin" title="Menachem Begin">Begin</a> nach zähen Verhandlungen – und durch das Eingreifen <a href="Jimmy_Carter" title="Jimmy Carter">Jimmy Carters</a> bewegt – zu Friedensgesprächen nach <a href="Camp_David" title="Camp David">Camp David</a> zurückzogen. Nach 13 harten Verhandlungstagen wurde ein <a href="Camp_David_I" class="mw-redirect" title="Camp David I">Friedensabkommen</a> mit historischem Stellenwert vereinbart, denn es war das erste zwischen einem arabischen Staat und Israel überhaupt. Schnell hatte sich jedoch gezeigt, dass die Vorstellungen, die Sadat in seiner <a href="Knesset" title="Knesset">Knesset</a>-Rede der Weltöffentlichkeit präsentiert hatte, illusorisch und nicht wirklich umsetzbar waren: Zu einem umfassenden Frieden, den es ja bis heute noch nicht gibt, war die Zeit lange nicht reif. Die übrigen arabischen Staaten reagierten verletzt, fühlten sich verraten und waren zu keinen weiteren Verhandlungen bereit. Letztlich war auch Israel zu keinen größeren Zugeständnissen bereit. Sadat konnte allerdings den <a href="Sinai-Halbinsel" title="Sinai-Halbinsel">Sinai</a> für Ägypten zurückgewinnen, was die arabische Moral stärkte und den Mythos von Israels Unbesiegbarkeit zunichtemachte. 1978 erhielten Begin und Sadat für ihren Einsatz für den Frieden den <a href="Friedensnobelpreis" title="Friedensnobelpreis">Friedensnobelpreis</a>. Altbundeskanzler Helmut Schmidt bezeichnete Sadat als einen Freund und integeren Menschen mit Weitblick.
</p><p>In der arabischen und islamischen Welt geriet Ägypten durch den Separatfrieden jedoch in die Isolation. Außer Sudan (das eine wirtschaftliche, politische und militärische Integration mit Ägypten anstrebte), Somalia und Oman brachen alle arabischen Staaten ihre Beziehungen zu Ägypten ab, Ägyptens Mitgliedschaft sowohl in der <a href="Arabische_Liga" title="Arabische Liga">Arabischen Liga</a> als auch in der <a href="Organisation_f%C3%BCr_Islamische_Zusammenarbeit" class="mw-redirect" title="Organisation für Islamische Zusammenarbeit">Organisation für Islamische Zusammenarbeit</a> wurde 1979 suspendiert und die Liga verlegte ihr Hauptquartier von Kairo nach Tunis. Vergeblich versuchte Sadat 1980, mit nichtarabischen islamischen, vor allem afrikanischen Staaten eine Gegenorganisation, die <a href="Liga_der_arabischen_und_islamischen_V%C3%B6lker" title="Liga der arabischen und islamischen Völker">Liga der arabischen und islamischen Völker</a>, aufzubauen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Islam_und_Staat_unter_as-Sadat">Islam und Staat unter as-Sadat</h3></div>
<p>As-Sadat wandte sich während seiner Präsidentschaft völlig vom sozialistischen und panarabisch-nationalistischen Kurs seines Vorgängers Nasser ab und leitete eine „Reislamisierung“ der Gesellschaft ein. Schon kurz nach seinem Machtantritt amnestierte er die unter Nassers Herrschaft inhaftierten Muslimbrüder. Sadat suchte offenbar ein gutes Verhältnis zu diesen Gruppen, um sie als Verbündete im Kampf gegen linke Gruppierungen zu gewinnen. Auf ihre Forderungen eingehend, sorgte er dafür, dass in der neuen Verfassung von September 1971 die „Prinzipien der islamischen Scharia als <i>eine</i> Hauptquelle der Gesetzgebung“ (Art. 2) verankert wurden.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch nach außen hin gab er sich als betont frommer Muslim. Indem er plötzlich seinen zweiten Vornamen Muhammad betonte, unterstrich Sadat seinen Anspruch, ein „gläubiger Präsident“ <i>(raʾīs <a href="Mu%CA%BEmin" class="mw-redirect" title="Muʾmin">muʾmin</a>)</i> zu sein. 1971 begann er bei den Feierlichkeiten anlässlich des <a href="Maulid_an-Nab%C4%AB" title="Maulid an-Nabī">Prophetengeburtstags</a> öffentliche Ansprachen zu halten.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im März 1973 berief er <a href="%CA%BFAbd_al-Hal%C4%ABm_Mahm%C5%ABd" title="ʿAbd al-Halīm Mahmūd">ʿAbd al-Halīm Mahmūd</a>, einen dezidierten Befürworter der Anwendung der <a href="Scharia" title="Scharia">Scharia</a>, zum <a href="Scheich_der_Azhar" title="Scheich der Azhar">Scheich</a> der <a href="Azhar_(%C3%84gypten)" title="Azhar (Ägypten)">Azhar</a>.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Dezember 1976 forderte Sadat in einer Regierungserklärung, dass der Islam auch die Basis der staatlichen Erziehung werden müsse. Auf seine direkte Anweisung hin wurde mit Beginn des Schuljahres 1977/78 der Religionsunterricht an den Schulen in den Rang eines obligatorischen Haupt- und Prüfungsfaches erhoben.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Islam als Kultur und Wertesystem sollte ein Fundament für den moralischen Aufbau eines neuen Ägyptens sein. 1980 wurde Art. 2 der Verfassung erneut geändert und die Scharia zu <i>der</i> Hauptquelle der Gesetzgebung erklärt.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Muslimbr%C3%BCder" title="Muslimbrüder">Muslimbrüder</a> hatten insgesamt unter Sadat relativ große Bewegungsfreiheit. 1976 wurde ihr Zentralorgan <i>ad-Daʿwa</i> wieder zugelassen.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als nach dem Beginn des Friedensprozesses mit Israel die Kritik an ihm aus islamischen Kreisen stärker wurde, versuchte er den Einfluss religiöser Autoritäten einzudämmen. So benutzte er zwischen 1979 und 1980 in öffentlichen Reden häufig die Formel: „Keine Politik in der Religion, und keine Religion in der Politik.“ Nach Unterzeichnung des Camp-David-Abkommens im März 1979 unternahm er eine Reise durch die ägyptische Provinz, auf der er die islamistischen Gruppen und Muslimbrüder heftig kritisierte.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1981 ließ Sadat Artikel 201 des ägyptischen Strafgesetzbuches in der Weise abändern, dass Geistliche, die sich in Ausübung ihres Amtes oder bei einer öffentlichen Versammlung über die Regierung, ein Gesetz, Dekret oder Handlungen der öffentlichen Verwaltung ausfallend äußern, mit einer Haftstrafe von zwei Monaten belegt werden können.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ermordung">Ermordung</h3></div>
<p>Im Sommer 1981 fanden in Kairo <a href="Pogrom" title="Pogrom">Pogrome</a> statt, bei denen <a href="Kopten" title="Kopten">Kopten</a> von <a href="Islamist" class="mw-redirect" title="Islamist">Islamisten</a> ermordet wurden. Sadat ließ daraufhin landesweit 1536 Oppositionelle verhaften, vorwiegend <a href="Muslimbr%C3%BCder" title="Muslimbrüder">Muslimbrüder</a>. Als der <a href="Leutnant" title="Leutnant">Leutnant</a> <a href="Chalid_Islambuli" title="Chalid Islambuli">Chalid Islambuli</a> am 3. September von der Verhaftung eines Bruders erfuhr, geriet er außer sich. Er wandte sich an <a href="Muhammad_Abd_as-Salam_Faradsch" title="Muhammad Abd as-Salam Faradsch">Faradsch</a>, den Führer der Gruppe <a href="Al-Dschihad" title="Al-Dschihad">Al-Dschihad</a> und schlug ihm vor, Sadat bei der für den 6. Oktober anstehenden <a href="Milit%C3%A4rparade" title="Militärparade">Militärparade</a> zu töten.<sup id="cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kepel_Prophet_Pharao-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Parade sollte an die Überquerung des <a href="Sueskanal" class="mw-redirect" title="Sueskanal">Sueskanals</a> zu Beginn des <a href="Jom-Kippur-Krieg" title="Jom-Kippur-Krieg">Jom-Kippur-Krieges</a> erinnern. Er selbst war zu dieser Parade als Kommandant eines Lastwagens eingeteilt worden.
</p><p>Islambuli beurlaubte drei Untergebene, ersetzte sie durch eingeschleuste Komplizen und besorgte <a href="Sturmgewehr" title="Sturmgewehr">Sturmgewehre</a>, Munition und <a href="Handgranate" title="Handgranate">Handgranaten</a>, die die Gruppe in ihrem Fahrzeug unbemerkt mit sich führte. Hierbei kam ihnen zugute, dass das Tragen geladener Waffen während der Parade zwar verboten war, Offiziere aber diesbezüglich nicht kontrolliert wurden. Vor der Tribüne Sadats hielt Islambuli das Fahrzeug an, er und seine Komplizen sprangen heraus und griffen die Tribüne mit Handgranaten und Gewehren an. Sadat wurde von 37 Kugeln getroffen und starb zusammen mit sieben seiner Gäste.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der neben Sadat stehende Vizepräsident <a href="Husni_Mubarak" title="Husni Mubarak">Husni Mubarak</a> wurde verletzt. Das Attentat geschah vor laufenden Fernsehkameras, in deren Richtung der Anführer der Attentäter rief: „Ich habe den <a href="Pharao" title="Pharao">Pharao</a> getötet!“<sup id="cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kepel_Prophet_Pharao-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Vorbereitung des Attentats hatten sich am 26. September in Saft al Laban, einem Kairoer Elendsviertel, die Führer von Gruppen aus Kairo und Mittelägypten getroffen, deren Ziel ein anschließender Volksaufstand war.<sup id="cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-2" class="reference"><a href="#cite_note-Kepel_Prophet_Pharao-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während in Kairo nur eine Bombe explodierte, gingen am 8. Oktober Aufständische in <a href="Asyut" title="Asyut">Assiut</a> zum Angriff über, um die Volksrevolution auszulösen. Da dies der erste Tag des Opferfestes war, einer Reihe von Feiertagen, die traditionsgemäß zu Hause in der Familie verbracht werden, gelang der überraschende Schlag gegen das Hauptquartier der Sicherheitspolizei, das nur von einem Bereitschaftsdienst unter Führung eines christlichen Offiziers besetzt war. Dieser wurde enthauptet, die Schawisch-s, einfache Polizisten, wurden ebenfalls getötet. Da die mittelägyptische Polizei die Stadt nicht unter ihre Kontrolle bringen konnte, zerschlugen am übernächsten Tag aus Kairo eingeflogene <a href="Fallschirmj%C3%A4ger" title="Fallschirmjäger">Fallschirmjäger</a> die Rebellion.<sup id="cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-3" class="reference"><a href="#cite_note-Kepel_Prophet_Pharao-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die erhoffte islamische Volksrevolution blieb aus, Nachfolger Sadats wurde sein Stellvertreter Mubarak.
</p><p>Den Trauerzug am Tag der Beisetzung begleiteten zahlreiche westliche Politiker, so die ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten <a href="Jimmy_Carter" title="Jimmy Carter">Jimmy Carter</a>, <a href="Richard_Nixon" title="Richard Nixon">Richard Nixon</a> und <a href="Gerald_Ford" title="Gerald Ford">Gerald Ford</a>, <a href="Charles_III." title="Charles III.">Prinz Charles</a> von Großbritannien, der deutsche Bundeskanzler <a href="Helmut_Schmidt" title="Helmut Schmidt">Helmut Schmidt</a>, der Präsident Frankreichs, <a href="Fran%C3%A7ois_Mitterrand" title="François Mitterrand">François Mitterrand</a>, sowie politische Führer aus der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> und Afrika. Außer dem Präsidenten des <a href="Sudan" title="Sudan">Sudan</a>, <a href="Dschafar_an-Numairi" title="Dschafar an-Numairi">Numeiri</a>, und dem Präsidenten <a href="Somalia" title="Somalia">Somalias</a>, <a href="Siad_Barre" title="Siad Barre">Siad Barre</a>, war kein arabischer Führer gekommen, um Sadat die letzte Ehre zu erweisen. In <a href="Libyen" title="Libyen">Libyen</a> und im <a href="Libanon" title="Libanon">Südlibanon</a> wurde sein Tod sogar gefeiert. In der <a href="Iran" title="Iran">iranischen</a> Hauptstadt <a href="Teheran" title="Teheran">Teheran</a> wurde eine Straße nach dem Mörder Sadats benannt, die jedoch 2001 in <i><a href="Intifada" title="Intifada">Intifada</a>-Straße</i> umbenannt wurde, um die iranisch-ägyptischen Beziehungen zu verbessern.
</p><p>Nach Massenverhaftungen von Islamisten wurden die meisten nach und nach freigelassen. Nur die gefassten Al-Dschihad-Mitglieder wurden in zwei Prozessen abgeurteilt. Im ersten Prozess wurden fünf der 24 Angeklagten zum Tode verurteilt, die vier Attentäter und der Führer der Kairoer Gruppe, der Chefideologe Faradsch, wurden am 15. April 1982 hingerichtet. Im zweiten Prozess standen 302 Personen unter Anklage.<sup id="cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-4" class="reference"><a href="#cite_note-Kepel_Prophet_Pharao-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die in den Prozessprotokollen festgehaltenen Aussagen der Attentäter spiegeln ihren Stolz über den Anschlag wider; sie sind daher ein aufschlussreiches Zeugnis über die Denkweise und Einstellung einer islamistischen Terrorgruppe.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ehrungen">Ehrungen</h2></div>
<ul><li>1978: <a href="Friedensnobelpreis" title="Friedensnobelpreis">Friedensnobelpreis</a> gemeinsam mit <a href="Menachem_Begin" title="Menachem Begin">Menachem Begin</a></li>
<li>1984: Der damalige <a href="Pr%C3%A4sident_der_Vereinigten_Staaten" title="Präsident der Vereinigten Staaten">Präsident der Vereinigten Staaten</a>, <a href="Ronald_Reagan" title="Ronald Reagan">Ronald Reagan</a>, verlieh Sadat <a href="Postum" class="mw-redirect" title="Postum">postum</a> die <a href="Presidential_Medal_of_Freedom" title="Presidential Medal of Freedom">Presidential Medal of Freedom</a>, die höchste zivile Auszeichnung der USA.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Filme">Filme</h2></div>
<ul><li><i>Days of Sadat</i>, Originaltitel <i>Ayam El-Sadat</i>, aus dem Jahr 2001. Ein Film aus der Perspektive von Sadat und seiner Frau Jehan. Grundlage des Filmes waren laut Vorspann die jeweiligen Memoiren der beiden. Sadat wird gespielt von <a href="Ahmed_Zaki_(Schauspieler)" title="Ahmed Zaki (Schauspieler)">Ahmed Zaki</a>, der kurz vorher schon Nasser gespielt hatte.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Anwar as-Sadat: <cite style="font-style:italic">Geheimtagebuch der ägyptischen Revolution</cite>. Diederichs, Düsseldorf 1957, <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?referrer=Wikipedia&method=simpleSearch&cqlMode=true&query=idn%3D454251084">454251084</a>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Anwar+as-Sadat&rft.au=Anwar+as-Sadat&rft.btitle=Geheimtagebuch+der+%C3%A4gyptischen+Revolution&rft.date=1957&rft.genre=book&rft.place=D%C3%BCsseldorf&rft.pub=Diederichs" style="display:none"> </span></li>
<li>Anwar as-Sadat: <cite style="font-style:italic">Unterwegs zur Gerechtigkeit – auf der Suche nach Identität – die Geschichte meines Lebens</cite>. <a href="Molden_Verlag" class="mw-redirect" title="Molden Verlag">Molden Verlag</a>, 1978, ISBN 3-217-00948-7 (englisch: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">In Search of Identity: An Autobiography</cite>. Übersetzt von Johannes Eidlitz).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Anwar+as-Sadat&rft.au=Anwar+as-Sadat&rft.btitle=Unterwegs+zur+Gerechtigkeit+-+auf+der+Suche+nach+Identit%C3%A4t+-+die+Geschichte+meines+Lebens&rft.date=1978&rft.genre=book&rft.isbn=3217009487&rft.pub=Molden+Verlag" style="display:none"> </span></li>
<li>Mohamed Heikal: <i>Sadat, das Ende eines Pharao: eine politische Biographie</i>. Econ, München 1984, ISBN 3-430-14217-2.</li>
<li>Joseph Finklestone: <i>Anwar Sadat: visionary who dared</i>. Frank Cass Publishers, London [u. a.], 1996, ISBN 0-7146-3487-5.</li>
<li>Raphael Israeli: <i>Man of defiance: a political biography of Anwar Sadat</i>. Weidenfeld & Nicolson, London 1985, ISBN 0-297-78532-X.</li>
<li>Franz Kogelmann: <i>Die Islamisten Ägyptens in der Regierungszeit von Anwar as-Sādāt (1970–1981).</i> Berlin 1994. Hier online verfügbar: <a rel="nofollow" class="external free" href="https://dx.doi.org/10.25673/91620">http://dx.doi.org/10.25673/91620</a>.</li>
<li><a href="Helmut_R._Schulze" title="Helmut R. Schulze">Helmut R. Schulze</a>: <i>Sadat der Ägypter</i>. Tigris-Verlag, München 1982, ISBN 3-923723-00-8.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Anwar_Sadat?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Anwar Sadat</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118604724">Literatur von und über Anwar as-Sadat</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nobelprize.org/prizes/peace/1978/summary/">Informationen</a> der <a href="Nobelpreis" title="Nobelpreis">Nobelstiftung</a> zur Preisverleihung 1978 an Anwar as-Sadat (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,516137,00.html">„Wer Frieden will, kann ihn verwirklichen“</a> (Interview von Sadats Witwe <a href="Dschihan_as-Sadat" title="Dschihan as-Sadat">Dschihan as-Sadat</a> mit dem <a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Spiegel</a>), 10. November 2007</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,582281,00.html">„Ein neuer israelisch-arabischer Krieg ist undenkbar“</a> Interview mit Dschihan as-Sadat bei Spiegel Online am 5. Oktober 2008</li>
<li><a href="Wolfgang_G._Schwanitz" title="Wolfgang G. Schwanitz">Wolfgang G. Schwanitz</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.trafoberlin.de/pdf-dateien/2010_05_11/Wolfgang%20G%20Schwanitz%20Anwar%20as-Sadat.pdf">Anwar as-Sadat: Ägyptischer Staatspräsident</a> (PDF; 246 kB)</i>.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zenithonline.de/deutsch/koepfe//artikel/vom-volkshelden-zum-verraeter-003781/">"Vom Volkshelden zum 'Verräter'": Porträt über Anwar as-Sadat auf zenithonline</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
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<li id="cite_note-Nobel-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Nobel_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Nobel_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Nobel_2-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/1978/al-sadat-bio.html"><i>Anwar al-Sadat - Biographical.</i></a> Nobel Foundation, 1979,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 10. Juli 2013</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnwar+as-Sadat&rft.title=Anwar+al-Sadat+-+Biographical&rft.description=Anwar+al-Sadat+-+Biographical&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.nobelprize.org%2Fnobel_prizes%2Fpeace%2Flaureates%2F1978%2Fal-sadat-bio.html&rft.publisher=Nobel+Foundation&rft.date=1979"> </span></span>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20130316005851/http://bti2003.bertelsmann-transformation-index.de/index.php?id=139&tt_news=&type=98&L=0"><i>Transformation: Ägypten.</i></a> <a href="Bertelsmann-Stiftung" class="mw-redirect" title="Bertelsmann-Stiftung">Bertelsmann-Stiftung</a>, archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Henry Kissinger: <cite style="font-style:italic">Memoiren. 1968 - 1973</cite>. Bertelsmann, Gütersloh 1979, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>1353</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Anwar+as-Sadat&rft.au=Henry+Kissinger&rft.btitle=Memoiren.+1968+-+1973&rft.date=1979&rft.genre=book&rft.pages=1353&rft.place=G%C3%BCtersloh&rft.pub=Bertelsmann" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-Quelle-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Quelle_5-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=r06Owl07wu8"><i>Interview.</i></a> <a href="NZZ" class="mw-redirect" title="NZZ">NZZ</a>, 19. November 2009,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 11. November 2015</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnwar+as-Sadat&rft.title=Interview&rft.description=Interview&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3Dr06Owl07wu8&rft.publisher=%5B%5BNZZ%5D%5D&rft.date=2009-11-19"> </span></span>
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<li id="cite_note-:0-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:0_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_6-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_6-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_6-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_6-4">e</a></sup></span> <span class="reference-text">Philippe Martin: <cite style="font-style:italic">Sur les chemins de Jérusalem : Juifs, chrétiens et musulmans en pèlerinage vers la Ville sainte</cite>. Hrsg.: Alexandre Maujean. Éditions Tallandier, Paris 2024, ISBN 979-1-02106163-7, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>288–295</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Anwar+as-Sadat&rft.au=Philippe+Martin&rft.btitle=Sur+les+chemins+de+J%C3%A9rusalem+%3A+Juifs%2C+chr%C3%A9tiens+et+musulmans+en+p%C3%A8lerinage+vers+la+Ville+sainte&rft.date=2024&rft.genre=book&rft.isbn=9791021061637&rft.pages=288-295&rft.place=Paris&rft.pub=%C3%89ditions+Tallandier" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-BBC-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-BBC_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-BBC_7-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://news.bbc.co.uk/onthisday/hi/dates/stories/november/19/newsid_2520000/2520467.stm"><i>Egyptian leader's Israel trip makes history.</i></a> <a href="BBC" class="mw-redirect" title="BBC">BBC</a>, 19. November 1977,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 10. Juli 2013</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnwar+as-Sadat&rft.title=Egyptian+leader%27s+Israel+trip+makes+history&rft.description=Egyptian+leader%27s+Israel+trip+makes+history&rft.identifier=http%3A%2F%2Fnews.bbc.co.uk%2Fonthisday%2Fhi%2Fdates%2Fstories%2Fnovember%2F19%2Fnewsid_2520000%2F2520467.stm&rft.publisher=%5B%5BBBC%5D%5D&rft.date=1977-11-19"> </span></span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Malika Zeghal: <i>Gardiens de l'Islam. Les oulémas d'al Azhar dans l'Égypte contemporaine.</i> Paris 1996. S. 145.</span>
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</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Kogelmann 98.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Kogelmann 102.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Zeghal 238.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Zeghal 238.</span>
</li>
<li id="cite_note-Kepel_Prophet_Pharao-16"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kepel_Prophet_Pharao_16-4">e</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Gilles_Kepel" title="Gilles Kepel">Gilles Kepel</a>: <cite style="font-style:italic">Der Prophet und der Pharao. Das Beispiel Ägypten: Die Entwicklung des muslimischen Extremismus</cite>. Piper Verlag, München 1995, ISBN 3-492-03786-0, Kapitel <i>Tod dem Pharao</i>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>208 und 224–234</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=onEVLpwB7OwC&pg=PA191#v=onepage">englischer Text</a> in der Google-Buchsuche [abgerufen am 6. Juli 2013] französisch: <cite class="lang" lang="fr" dir="auto" style="font-style:italic">Le prophète et pharaon</cite>. Übersetzt von Gabriele Deja).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abookitem&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Anwar+as-Sadat&rft.atitle=Kapitel+Tod+dem+Pharao&rft.au=Gilles+Kepel&rft.btitle=Der+Prophet+und+der+Pharao.+Das+Beispiel+%C3%84gypten%3A+Die+Entwicklung+des+muslimischen+Extremismus&rft.date=1995&rft.genre=bookitem&rft.isbn=3492037860&rft.pages=208+und+224-234&rft.place=M%C3%BCnchen&rft.pub=Piper+Verlag" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/herbst-in-kairo/4654148.html"><i>Herbst in Kairo.</i></a> In: <i><a href="Der_Tagesspiegel" class="mw-redirect" title="Der Tagesspiegel">Der Tagesspiegel</a>.</i> 23. September 2011,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 21. Juli 2013</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnwar+as-Sadat&rft.title=Herbst+in+Kairo&rft.description=Herbst+in+Kairo&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fzeitung%2Fherbst-in-kairo%2F4654148.html&rft.date=2011-09-23"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Gilles Kepel: <cite style="font-style:italic">Das Schwarzbuch des Dschihad. Aufstieg und Niedergang des Islamismus</cite>. <a href="Piper_Verlag" title="Piper Verlag">Piper Verlag</a>, München 2002, ISBN 3-492-04432-8, Kapitel <i>Die Ermordung von Anwar as-Sadat und der exemplarische Charakter des ägyptischen Islamismus</i>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>109</span> (französisch: <cite class="lang" lang="fr" dir="auto" style="font-style:italic">Jihad – Expansion et dèclin de l’islamisme</cite>. Übersetzt von Bertold Galli).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abookitem&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Anwar+as-Sadat&rft.atitle=Kapitel+Die+Ermordung+von+Anwar+as-Sadat+und+der+exemplarische+Charakter+des+%C3%A4gyptischen+Islamismus&rft.au=Gilles+Kepel&rft.btitle=Das+Schwarzbuch+des+Dschihad.+Aufstieg+und+Niedergang+des+Islamismus&rft.date=2002&rft.genre=bookitem&rft.isbn=3492044328&rft.pages=109&rft.place=M%C3%BCnchen&rft.pub=Piper+Verlag" style="display:none"> </span></span>
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<div class="klappleiste-kopf"><a href="Liste_der_Pr%C3%A4sidenten_von_%C3%84gypten" title="Liste der Präsidenten von Ägypten">Staatspräsidenten Ägyptens</a></div>
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<div class="centered" style="display: table">
<p><a href="Muhammad_Nagib" title="Muhammad Nagib">Muhammad Nagib</a> (1953–1954) |
<a href="Gamal_Abdel_Nasser" title="Gamal Abdel Nasser">Gamal Abdel Nasser</a> (1954–1970) |
<a class="mw-selflink selflink">Anwar as-Sadat</a> (1970–1981) |
<a href="Sufi_Abu_Taleb" title="Sufi Abu Taleb">Sufi Abu Taleb</a> (interim; 1981) |
<a href="Husni_Mubarak" title="Husni Mubarak">Husni Mubarak</a> (1981–2011) |
<a href="Mohammed_Mursi" title="Mohammed Mursi">Mohammed Mursi</a> (2012–2013) |
<a href="Adli_Mansur" title="Adli Mansur">Adli Mansur</a> (interim; 2013–2014) |
<a href="Abd_al-Fattah_as-Sisi" title="Abd al-Fattah as-Sisi">Abd al-Fattah as-Sisi</a> (seit 2014)
</p>
</div>
</div></div>
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<div class="klappleiste-kopf"><a href="Liste_der_Premierminister_von_%C3%84gypten" title="Liste der Premierminister von Ägypten">Premierminister Ägyptens</a></div>
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<div class="centered" style="display: table">
<p><a href="Gamal_Abdel_Nasser" title="Gamal Abdel Nasser">Gamal Abdel Nasser</a> |
<a href="Ali_Sabri" title="Ali Sabri">Ali Sabri</a> |
<a href="Zakaria_Mohieddin" title="Zakaria Mohieddin">Zakaria Mohieddin</a> |
<a href="Muhammad_Sidqi_Sulayman" title="Muhammad Sidqi Sulayman">Muhammad Sidqi Sulayman</a> |
<a href="Gamal_Abdel_Nasser" title="Gamal Abdel Nasser">Gamal Abdel Nasser</a> |
<a href="Mahmud_Fauzi" title="Mahmud Fauzi">Mahmud Fauzi</a> |
<a href="Aziz_Sidqi" title="Aziz Sidqi">Aziz Sidqi</a> |
<a class="mw-selflink selflink">Anwar as-Sadat</a> |
<a href="Abd_al-Aziz_Muhammad_Hidschazi" title="Abd al-Aziz Muhammad Hidschazi">Abd al-Aziz Muhammad Hidschazi</a> |
<a href="Mamduh_Muhammad_Salim" title="Mamduh Muhammad Salim">Mamduh Muhammad Salim</a> |
<a href="Mustafa_Chalil" title="Mustafa Chalil">Mustafa Chalil</a> |
<a class="mw-selflink selflink">Anwar as-Sadat</a> |
<a href="Husni_Mubarak" title="Husni Mubarak">Muhammad Husni Mubarak</a> |
<a href="Fuad_Mohieddin" title="Fuad Mohieddin">Fuad Mohieddin</a> |
<a href="Kamal_Hasan_Ali" title="Kamal Hasan Ali">Kamal Hasan Ali</a> |
<a href="Ali_Lutfi" title="Ali Lutfi">Ali Lutfi</a> |
<a href="Atif_Sidqi" title="Atif Sidqi">Atif Sidqi</a> |
<a href="Kamal_al-Ganzuri" title="Kamal al-Ganzuri">Kamal al-Ganzuri</a> |
<a href="Atif_Abaid" title="Atif Abaid">Atif Abaid</a> |
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<a href="Hischam_Kandil" title="Hischam Kandil">Hischam Kandil</a> |
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</p>
</div>
</div></div>
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<div class="klappleiste-kopf"><a href="Liste_der_Friedensnobelpreistr%C3%A4ger" title="Liste der Friedensnobelpreisträger">Träger des Friedensnobelpreises</a></div>
<div class="klappleiste-inhalt mw-collapsible-content">
<p>1901: <a href="Henry_Dunant" title="Henry Dunant">Dunant</a>, <a href="Fr%C3%A9d%C3%A9ric_Passy" title="Frédéric Passy">Passy</a> |
1902: <a href="%C3%89lie_Ducommun" title="Élie Ducommun">Ducommun</a>, <a href="Albert_Gobat" title="Albert Gobat">Gobat</a> |
1903: <a href="William_Randal_Cremer" title="William Randal Cremer">Cremer</a> |
1904: <a href="Institut_de_Droit_international" title="Institut de Droit international">IDI</a> |
1905: <a href="Bertha_von_Suttner" title="Bertha von Suttner">von Suttner</a> |
1906: <a href="Theodore_Roosevelt" title="Theodore Roosevelt">Roosevelt</a> |
1907: <a href="Ernesto_Teodoro_Moneta" title="Ernesto Teodoro Moneta">Moneta</a>, <a href="Louis_Renault_(Jurist)" title="Louis Renault (Jurist)">Renault</a> |
1908: <a href="Klas_Pontus_Arnoldson" title="Klas Pontus Arnoldson">Arnoldson</a>, <a href="Fredrik_Bajer" title="Fredrik Bajer">Bajer</a> |
1909: <a href="Auguste_Beernaert" title="Auguste Beernaert">Beernaert</a>, <a href="Paul_Henri_d%E2%80%99Estournelles_de_Constant" title="Paul Henri d’Estournelles de Constant">Estournelles de Constant</a> |
1910: <a href="Bureau_International_Permanent_de_la_Paix" title="Bureau International Permanent de la Paix">IPB</a> |
1911: <a href="Tobias_Asser" title="Tobias Asser">Asser</a>, <a href="Alfred_Hermann_Fried" title="Alfred Hermann Fried">Fried</a> |
1912: <a href="Elihu_Root" title="Elihu Root">Root</a> |
1913: <a href="Henri_La_Fontaine" title="Henri La Fontaine">La Fontaine</a> |
1914–1916: <i>nicht verliehen</i> |
1917: <a href="Internationale_Rotkreuz-_und_Rothalbmond-Bewegung" title="Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung">IKRK</a> |
1918: <i>nicht verliehen</i> |
1919: <a href="Woodrow_Wilson" title="Woodrow Wilson">Wilson</a> |
1920: <a href="L%C3%A9on_Bourgeois" title="Léon Bourgeois">Bourgeois</a> |
1921: <a href="Hjalmar_Branting" title="Hjalmar Branting">Branting</a>, <a href="Christian_Lous_Lange" title="Christian Lous Lange">Lange</a> |
1922: <a href="Fridtjof_Nansen" title="Fridtjof Nansen">Nansen</a> |
1923–1924: <i>nicht verliehen</i> |
1925: <a href="Austen_Chamberlain" title="Austen Chamberlain">Chamberlain</a>, <a href="Charles_G._Dawes" title="Charles G. Dawes">Dawes</a> |
1926: <a href="Aristide_Briand" title="Aristide Briand">Briand</a>, <a href="Gustav_Stresemann" title="Gustav Stresemann">Stresemann</a> |
1927: <a href="Ferdinand_Buisson" title="Ferdinand Buisson">Buisson</a>, <a href="Ludwig_Quidde" title="Ludwig Quidde">Quidde</a> |
1928: <i>nicht verliehen</i> |
1929: <a href="Frank_Billings_Kellogg" title="Frank Billings Kellogg">Kellogg</a> |
1930: <a href="Nathan_S%C3%B6derblom" title="Nathan Söderblom">Söderblom</a> |
1931: <a href="Jane_Addams" title="Jane Addams">Addams</a>, <a href="Nicholas_Murray_Butler" title="Nicholas Murray Butler">Butler</a> |
1932: <i>nicht verliehen</i> |
1933: <a href="Norman_Angell" title="Norman Angell">Angell</a> |
1934: <a href="Arthur_Henderson" title="Arthur Henderson">Henderson</a> |
1935: <a href="Carl_von_Ossietzky" title="Carl von Ossietzky">von Ossietzky</a> |
1936: <a href="Carlos_Saavedra_Lamas" title="Carlos Saavedra Lamas">Lamas</a> |
1937: <a href="Robert_Cecil%2C_1._Viscount_Cecil_of_Chelwood" title="Robert Cecil, 1. Viscount Cecil of Chelwood">Cecil</a> |
1938: <a href="Office_international_Nansen_pour_les_r%C3%A9fugi%C3%A9s" title="Office international Nansen pour les réfugiés">Internationales Nansen-Büro für Flüchtlinge</a> |
1939–1943: <i>nicht verliehen</i> |
1944: <a href="Internationale_Rotkreuz-_und_Rothalbmond-Bewegung" title="Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung">IKRK</a> |
1945: <a href="Cordell_Hull" title="Cordell Hull">Hull</a> |
1946: <a href="Emily_Greene_Balch" title="Emily Greene Balch">Balch</a>, <a href="John_Raleigh_Mott" title="John Raleigh Mott">Mott</a> |
1947: <a href="Quaker_Peace_and_Social_Witness" title="Quaker Peace and Social Witness">The Friends Service Council</a>, <a href="American_Friends_Service_Committee" title="American Friends Service Committee">AFSC</a> |
1948: <i>nicht verliehen</i> |
1949: <a href="John_Boyd_Orr%2C_1._Baron_Boyd-Orr" title="John Boyd Orr, 1. Baron Boyd-Orr">Boyd-Orr</a> |
1950: <a href="Ralph_Bunche" title="Ralph Bunche">Bunche</a> |
1951: <a href="L%C3%A9on_Jouhaux" title="Léon Jouhaux">Jouhaux</a> |
1952: <a href="Albert_Schweitzer" title="Albert Schweitzer">Schweitzer</a> |
1953: <a href="George_C._Marshall" title="George C. Marshall">Marshall</a> |
1954: <a href="Hoher_Fl%C3%BCchtlingskommissar_der_Vereinten_Nationen" title="Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen">UNHCR</a> |
1955–1956: <i>nicht verliehen</i> |
1957: <a href="Lester_Pearson" title="Lester Pearson">Pearson</a> |
1958: <a href="Dominique_Pire" title="Dominique Pire">Pire</a> |
1959: <a href="Philip_Noel-Baker" title="Philip Noel-Baker">Noel-Baker</a> |
1960: <a href="Albert_John_Luthuli" title="Albert John Luthuli">Luthuli</a> |
1961: <a href="Dag_Hammarskj%C3%B6ld" title="Dag Hammarskjöld">Hammarskjöld</a> |
1962: <a href="Linus_Pauling" title="Linus Pauling">Pauling</a> |
1963: <a href="Internationale_Rotkreuz-_und_Rothalbmond-Bewegung" title="Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung">IKRK, Liga der Rotkreuz-Gesellschaften</a> |
1964: <a href="Martin_Luther_King" title="Martin Luther King">King</a> |
1965: <a href="UNICEF" title="UNICEF">UNICEF</a> |
1966–1967: <i>nicht verliehen</i> |
1968: <a href="Ren%C3%A9_Cassin" title="René Cassin">Cassin</a> |
1969: <a href="Internationale_Arbeitsorganisation" title="Internationale Arbeitsorganisation">IAO</a> |
1970: <a href="Norman_Borlaug" title="Norman Borlaug">Borlaug</a> |
1971: <a href="Willy_Brandt" title="Willy Brandt">Brandt</a> |
1972: <i>nicht verliehen</i> |
1973: <a href="Henry_Kissinger" title="Henry Kissinger">Kissinger</a>, <a href="L%C3%AA_%C4%90%E1%BB%A9c_Th%E1%BB%8D" title="Lê Đức Thọ">Lê</a> |
1974: <a href="Se%C3%A1n_MacBride" title="Seán MacBride">MacBride</a>, <a href="Sat%C5%8D_Eisaku" title="Satō Eisaku">Satō</a> |
1975: <a href="Andrei_Dmitrijewitsch_Sacharow" title="Andrei Dmitrijewitsch Sacharow">Sacharow</a> |
1976: <a href="Betty_Williams" title="Betty Williams">Williams</a>, <a href="Mairead_Corrigan" title="Mairead Corrigan">Corrigan</a> |
1977: <a href="Amnesty_International" title="Amnesty International">Amnesty International</a> |
1978: <a class="mw-selflink selflink">Sadat</a>, <a href="Menachem_Begin" title="Menachem Begin">Begin</a> |
1979: <a href="Mutter_Teresa" title="Mutter Teresa">Mutter Teresa</a> |
1980: <a href="Adolfo_P%C3%A9rez_Esquivel" title="Adolfo Pérez Esquivel">Pérez Esquivel</a> |
1981: <a href="Hoher_Fl%C3%BCchtlingskommissar_der_Vereinten_Nationen" title="Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen">UNHCR</a> |
1982: <a href="Alva_Myrdal" title="Alva Myrdal">Myrdal</a>, <a href="Alfonso_Garc%C3%ADa_Robles" title="Alfonso García Robles">García Robles</a> |
1983: <a href="Lech_Wa%C5%82%C4%99sa" title="Lech Wałęsa">Wałęsa</a> |
1984: <a href="Desmond_Tutu" title="Desmond Tutu">Tutu</a> |
1985: <a href="IPPNW" title="IPPNW">IPPNW</a> |
1986: <a href="Elie_Wiesel" title="Elie Wiesel">Wiesel</a> |
1987: <a href="%C3%93scar_Arias_S%C3%A1nchez" title="Óscar Arias Sánchez">Arias Sánchez</a> |
1988: <a href="Friedenstruppen_der_Vereinten_Nationen" title="Friedenstruppen der Vereinten Nationen">UN-Friedenstruppen</a> |
1989: <a href="Tenzin_Gyatso" title="Tenzin Gyatso">Dalai Lama</a> |
1990: <a href="Michail_Sergejewitsch_Gorbatschow" title="Michail Sergejewitsch Gorbatschow">Gorbatschow</a> |
1991: <a href="Aung_San_Suu_Kyi" title="Aung San Suu Kyi">Suu Kyi</a> |
1992: <a href="Rigoberta_Mench%C3%BA" title="Rigoberta Menchú">Menchú</a> |
1993: <a href="Nelson_Mandela" title="Nelson Mandela">Mandela</a>, <a href="Frederik_Willem_de_Klerk" title="Frederik Willem de Klerk">Klerk</a> |
1994: <a href="Jassir_Arafat" title="Jassir Arafat">Arafat</a>, <a href="Schimon_Peres" title="Schimon Peres">Peres</a>, <a href="Jitzchak_Rabin" title="Jitzchak Rabin">Rabin</a> |
1995: <a href="J%C3%B3zef_Rotblat" title="Józef Rotblat">Rotblat</a>, <a href="Pugwash_Conferences_on_Science_and_World_Affairs" title="Pugwash Conferences on Science and World Affairs">Pugwash Conferences on Science and World Affairs</a> |
1996: <a href="Carlos_Filipe_Ximenes_Belo" title="Carlos Filipe Ximenes Belo">Ximenes Belo</a>, <a href="Jos%C3%A9_Ramos-Horta" title="José Ramos-Horta">Ramos-Horta</a> |
1997: <a href="International_Campaign_to_Ban_Landmines" title="International Campaign to Ban Landmines">ICBL</a>, <a href="Jody_Williams" title="Jody Williams">Williams</a> |
1998: <a href="John_Hume" title="John Hume">Hume</a>, <a href="David_Trimble" title="David Trimble">Trimble</a> |
1999: <a href="%C3%84rzte_ohne_Grenzen" title="Ärzte ohne Grenzen">Ärzte ohne Grenzen</a> |
2000: <a href="Kim_Dae-jung" title="Kim Dae-jung">Kim</a> |
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2005: <a href="Internationale_Atomenergie-Organisation" title="Internationale Atomenergie-Organisation">IAEO</a>, <a href="Mohammed_el-Baradei" title="Mohammed el-Baradei">el-Baradei</a> |
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2007: <a href="Intergovernmental_Panel_on_Climate_Change" title="Intergovernmental Panel on Climate Change">IPCC</a>, <a href="Al_Gore" title="Al Gore">Gore</a> |
2008: <a href="Martti_Ahtisaari" title="Martti Ahtisaari">Ahtisaari</a> |
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